Senioren Union Neukölln-Senioren Union Cottbus
Unsere Fahrt nach Bad Muskau
In der Seniorenunion Neukölln kam der Wunsch auf, einen Tagesausflug zum Fürst Pückler Park in Bad Muskau zu unternehmen. Während der Vorbereitung wurde klar: Wir wollten nicht nur die Landschaft kennenlernen, sondern auch die Menschen. Mein Telefonat mit der Vorsitzenden der Seniorenunion Cottbus, Frau Margot Herrmann, war sehr erfreulich! Unser Wunsch wurde positiv aufgenommen, der gesamte Vorstand wollte zu einem Treffen mit uns in den Park kommen!
In einem kleinen rosaroten Bus ging es im August mit 18 aufgeregten Senioren los, über Autobahn und Bundesstraße immer weiter ins Grüne, bis zur Grenzregion Brandenburg/ Sachsen/ Polen. In Bad Muskau fanden wir zunächst den vorbeschriebenen Parkplatz nicht, die freundlichen Menschen um eine mobile Pommes-Bude halfen uns weiter.
Im Park angekommen breitete sich zunehmend Freude aus, die grünen welligen Wiesen und wunderschönen Baumgruppen in sonnigem, warmem Wetter hoben die Stimmung.
Nach unserem Halt im Eiscafé holte uns eine sowohl sachkundige als auch geschichtlich sehr versierte Parkführerin ab. Sie brachte uns ein Gefühl für damaliges Leben (1785 - 1871), für die schillernde Figur des Weltenbürgers Fürst Pückler mit seiner Gestaltungskraft und seinen Unternehmungen nahe. Wunderbar war das von unserer Parkführerin vermittelte Erkennen von Sichtachsen, von Landschaftsbildern, kunstvoll gruppierten Bäumen und Büschen, die Wirkung der Wasserläufe, des imposanten Schlosses ....
Pünktlich konnte unser Treffen mit der Seniorenunion Cottbus im Schloss Café stattfinden. Herzlich wurden wir empfangen, sehr schnell wurden die Gespräche intensiv und spannend. Wir hatten zu wenig Zeit, intensiver auf die vielen vor uns liegenden gesellschaftlichen Probleme einzugehen, Vieles wurde nur angesprochen. Wir waren uns einig darüber, dass wir uns gegenseitig stärken können, die jeweilige Sicht des anderen auf jeden Fall eine Bereicherung ist.
Da unser Busfahrer auch ohne uns wieder zurückfahren wollte, blieb nur noch Zeit für ein schönes Abschiedsfoto und das Versprechen, uns sowohl in Cottbus als auch in Berlin-Neukölln wiederzusehen.
Denn eins ist klar: Auch innerhalb einer so homogenen Gruppe wie der Seniorenunion muss der gegenseitige Austausch intensiv weitergehen, damit wir lernen, uns besser zu verstehen. Beide Gruppen hatten sich im Vorfeld doch dazu bekannt, Vorurteile zu haben – die West-Berliner in Bezug auf “Ostler” und Brandenburg, die Cottbuser in Bezug auf Berliner und “Wessis”. Unsere Vorurteile sind durch das freundliche Beieinandersein schon mal kräftig erschüttert worden.
Irmtraud Keller-Janker
Seniorenunion Berlin-Neukölln